10/05/12
Queen Elisabeth
Elisabeth Kulman im Wiener Konzerthaus

Barbara Rett & Elisabeth Kulman, Foto: privat
Kein „österreichisches Schicksal“ ist hoffentlich Elisabeth Kulman beschieden – das Wiener Konzerthaus setzt einen höchst erfreulichen Schritt und bindet die junge Sängerin enger an sich – siehe unten.
Seit ich sie das erste Mal gesehen habe (Waltraute an der Wiener Staatsoper) war ich fest davon überzeugt, daß diese Frau Weltkarriere machen wird! Seither verfolge ich ihren Weg und erfreue mich daran.
Sensationell wie sie sich 2011 in Donizettis „Anna Bolena“ an der Seite der zwei Megastars Elina Garanaca und Anna Netrebko behauptet hat – noch dazu in einer kleinen Rolle, der Hosenrolle des Pagen. Zu Recht schrieben die Zeitungen damals von „drei Weltstars“!
Darüber hinaus ist sie gescheit (Russisch-Studium!), unkonventionell (Wiens weltbester Kontrabassist Georg Breinschmid ist der Mann ihres Herzens) und eine tolle (nicht nur Bühnen-)Erscheinung. Das Foto stammt aus dem Liszt-Haus in Raiding, wo die gebürtige Burgenländerin 2010 einen hinreissenden Liederabend gegeben hat. Hier ihre Pläne fürs Konzerthaus:
Presseinformation des Wiener Konzerthaus
Wahre Kulman-Festspiele gibt es in nächster Zeit im Wiener Konzerthaus: Die Mezzosopranistin, die zu den begehrtesten und vielseitigsten ihrer Generation gehört, singt am 15. Mai mit dem Organisten Wolfgang Kogert im Großen Saal. Dabei kommen unter anderem Johannes Brahms` „Vier ernste Gesänge“ zur Aufführung (detailliertes Programm siehe unten).
Auch als Botschafterin des Wiener Konzerthauses ist Kulman aktiv, am 12. Juni 2012 singt sie bei „Wiener Konzerthaus@Shanghai Concert Hall“ mit Amacord Wien ausgewählte Mahler-Lieder. In der kommenden Saison ist sie einer der Höhepunkte des Lied-Zyklus, am 13. Dezember tritt sie im Mozart-Saal auf und widmet sich u.a. Robert Schumanns „Frauenliebe und –leben“. In diesem Zyklus ist sie in hochkarätiger Gesellschaft – dieser wartet ab Oktober mit Auftritten von Angelika Kirchschlager, Florian Boesch, Christiane Karg, Andreas Scholl, Jonas Kaufmann, Patricia Petibon und Georg Nigl auf. Der Intendant des Wiener Konzerthauses, Bernhard Kerres, freut sich besonders, dass er Elisabeth Kulman noch stärker an sein Haus binden konnte; sie wird auch beim alljährlichen President‘s Dinner im Oktober auftreten.
Vielseitige Sängerin – vom Sopran zum Mezzo
Elisabeth Kulman sorgte zuletzt als Witwe Begbick in der Wiener-Staatsopern-Aufführung von Kurt Weills „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ für Aufsehen. Auch der Page Smeton in „Anna Bolena“ und die Gora in der Uraufführung von Aribert Reimanns „Medea“ ebendort gehören zu ihren jüngeren Erfolgen auf dem Opernsektor, in den sie 2001 mit der Pamina in der Volksoper einstieg, nachdem sie in Chören wie der Wiener Singakademie, Concentus vocalis und Chorus sine nomine Erfahrung gesammelt hatte. Nach einigen Sopranpartien, darunter die Contessa in „Nozze di Figaro“ und Donna Elvira in „Don Giovanni“, wechselte sie ins Mezzo-Fach, wobei ihr nach eigener Aussage ihre Liebe zum Lied half. Hier waren ihr nun noch mehr jener Schattierungen möglich, für die ihre Stimme heute berühmt ist. Sie brillierte als „Carmen“ und Marina in „Boris Godunow“, als Orfeo bei den Salzburger Festspielen unter Riccardo Muti – neben Nikolaus Harnoncourt ihr wichtigster Mentor -, als Fricka und Waltraute sowie als Gaea in Strauss`„Daphne“ und als Herodias in „Salome“.
Auch im Konzertbereich ist sie häufig tätig und als Solistin international gefragt. Sie arbeitete mit Dirigenten wie Harnoncourt, Thomas Hengelbrock und Sebastian Weigle zusammen, mit Harnoncourt wird sie im Juni 2012 bei der Styriarte „Stabat Mater“ aufführen. Mit Weigle hat sie jüngst eine CD mit Orchester-Liedern von Hans Sommer mit Bo Skovhus und den Bamberger Symphonikern aufgenommen. Dem Liedgesang widmete sie sich ebenso vielfach, 2011 erschien eine Liszt-CD mit dem Pianisten Eduard Kutrowatz.
Für ihre Darstellung des Prinzen Orlofsky in der Operette „Die Fledermaus“, als der sie 2006 in der Wiener Staatsoper zu Silvester einsprang, bekam sie die Eberhart-Waechter-Medaille.
Elisabeth Kulman im Wiener Konzerthaus:
13. Dezember 2012, 19.30 Uhr, Mozart-Saal:
mit Eduard Kutrowatz am Klavier
Robert Schumann: Frauenliebe und –leben op. 42 (1840)
Ausgewählte Lieder von Schubert, Liszt, Fries
Zudem: am 12. Juni 2012 „Wiener Konzerthaus@Shanghai Concert Hall“
Mit ausgewählten Mahler-Liedern und Amacord Wien in der Shanghai Concert Hall


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