10/07/12
Schade, wenn Sie nicht zu Schade kommen können
MICHAEL SCHADE in der Oper "Das Labyrinth"

Michael Schade, Foto: Harald Hoffmann
Das kann spannend werden, erstens weil PETER VON WINTER ein zu Unrecht vergessener Komponist ist. Und zweitens EMANUEL SCHIKANEDER, der alte Theaterpraktiker, sich den Sensationserfolg der Mozart’schen „Zauberflöte“ nicht einfach durch die Lappen gehen lassen wollte, bloß weil Wolfgang Amadeus unerwartet früh verstorben war.
Also schrieb er Teil zwei, erfand neue Prüfungen und Liebesproben, ein Labyrinth und unterschiedliche „Martern aller Arten“ für die Liebenden Tamino und Pamina. Aber auch das Buffopaar Papageno und Papagena darf seine Zeit noch nicht damit verbringen, erst einen kleinen Papageno, dann wieder eine kleine Papagena zu machen, sondern muß schwere Verführungs-und Treueproben bestehen…
„Das Labyrinth, oder: Der Kampf mit den Elementen“ war ein bisschen ein Schnellschuss und wurde nach der Uraufführung 1798 relativ rasch vergessen. Nach 77 Vorstellungen ist das Werk verschollen gegangen. „Der Text wurde nicht gedruckt, der gestochene Klavierauszug findet sich in Privathänden nur selten vor, und für die lebende Generazion ist die Oper daher so gut wie nicht vorhanden“, schreibt der Wiener Musikkenner Leopold von Sonnleithner, Freund und Gönner Beethovens, Schuberts und Grillparzers, 1862.
Die „große heroisch-komische Oper in zwei Aufzügen“ im „Zauberflöten“-verwöhnten Salzburg als Pendant und parallel zur „großen Opernschwester“ auf den Spielplan zu setzen, ist eine höchst reizvolle Idee und kann eine echte Wiederentdeckung werden. MICHAEL SCHADE, führender Mozart-Tamino unserer Tage, ist nun der Winter-Tamino, IVOR BOLTON dirigiert das Mozarteum-Orchester Salzburg, ALEXANDRA LIEDTKE inszeniert im Residenzhof, Premiere ist am 3.August!
Yellow Lounge
Am 21.7. wird im Republic(Salzburg) zur Eröffnung der Salzburger Festspiele die Yellow Lounge stattfinden. Mit dabei sind:
Michael Schade
Avi Avital
Stefan Obermaier


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